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Home | Sammlung | Infos | Links | Impressum ==> Museum: A211 Akustikkoppler

Ein Akustikkoppler, was ist das berhaupt? Nun ja, es gab einmal eine Zeit, in der noch die Deutsche Post den Telefonmarkt dominierte. Die Post war damals sehr empfindlich gegenber Fremdgeräten am Telefonnetz, alles mu�e man damals noch bei der Post mieten. Oft hörte man: "Das gehört der Post !" Es gab damals noch kein Internet. Es gab nur an das Telefonnetz angeschlossene Grossrechner die man einfach anrufen konnte (sog. Mailboxen). Das Problem war nur, wie sollte man einen Computer an das Telefonnetz anschließen wenn man nur Telefone von der Post anschließen durfte ? Der einzige weg war die Daten in Töne zu verwandeln und durch den Telefonhörer zum Großrechner zu übertragen, Man ließ den Computer sozusagen ein Telefongespräch führen - Das Modem, bzw. der Akustikkoppler war geboren. Seitdem die Post durch die Telekom abgelößt worden ist, sieht man das ganze etwas lockerer. Bald waren Modems wie wir sie heute kennen verfgbar. Im Prinzip hat sich nichts geändert, das Modem von heute ist im Prinzip ein Akustikkoppler mit eingebauten Telefon. Es wird immer noch eine Nummer gewählt und mit einem Großrechner verbunden, wie eh und je, das ganze ist lediglich schneller geworden. Auch ein ISDN Adapter ist im Prinzip das gleiche, nur das es hier keine Töne mehr sind sondern echte Nullen und Einsen, die bertragen werden. Das Konzept Modem, das mit ISDN seinen Höhepunkt erreicht hat liegt leider auch schon wieder im Sterben. Das neue ADSL basiert auf einer völlig neuen Technik und ist fast eine richtige LAN Verbindung zum Internet.

Dieser Akustikkoppler ist etwas ganz besonderes, er stammt von dem ehemaligen Swapper A. Der Koppler war zur damaligen Zeit Deutschlandweit verboten. Er kommt aus den USA und ist pnktlich am 9. Mai 1979 vom Band gelaufen. Im Februar 1986 wurde das Stromkabel abgezwickt. Seitdem wurde das Gerät nicht mehr benutzt.
Und so sieht der Akustikkoppler von innen aus. Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach: Das elektrische Signal von der seriellen Schnittstelle wird direkt in Töne verwandelt. Und zwar indem man den beiden Spannungspegeln 0 bzw. 1 je einen gut unterscheidbaren Ton im hörbaren Bereich zuordnet. Auf der Gegenseite passiert dann das umgekehrte: Die Töne werden erkannt und wieder in elektrische Impulse für die serielle Schnittstelle umgewandelt. Das ganze ist im Grunde eine sehr simple Analogschaltung





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