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Die PDP-8 war ein Computer der von Digital Equipment in den 70er Jahren hergestellt wurde. Es handelt sich hierbei um einen kleinen und billigen Computer der gerade mal das allernötigste mitbrachte. Es gab nur ein ein einziges Register (AC), einen einzigen Interrupt und am Anfang nichteinmal serienmäßig einen multiplizierer. Dafür aber 12 Bit Wortlänge, was schon sehr viel ist. PDP steht übrigens für Programmed Data Processor. Der Begriff "Computer" wurde hier bewusst vermieden da man nicht die Assoziation einer hallenfüllenden Maschine hervorrufen wollte denn eine PDP-8 füllt im Regelfall gerade mal ein 19Zoll Rack.

Meine PDP8 ist ein Eigenbau. Sie besteht aus einer Operator-Console, einem ASR33 (Alternativ auch ein anderes Terminal) als Ein/Ausgabeeinheit, einem Steuerrhub und einem normalen PC auf dem ein gepatchter PDP-8 Emulator läuft.






Operator Console:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Das bild zeigt die Operatorkonsole (Es wird gerade OS8 ausgeführt). Oben sieht man den Programmzähler, darunter die aktuelle Speicheradresse. Danach kommt der Speicherpuffer und der Akkumulator. Unten ist noch ein Register für den Multiplierquotient. Links sieht man die Pipeline und die gerade ausgeführten Instruktionen. Dann gibt es noch ein par Steuerschalter zum anzeigen und bearbeiten des Speicherinhaltes sowie zur Einzelschrittausführung. Zur damaligen Zeit war jeder Computer mit einem solchen Bedienfeld ausgestattet. Die Programmierung über die Operatorkonsole war mühsam. Man musste sich das Programm auf Papier notieren um den Überblick nicht zu verlieren.






Steuerhub:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Der Steuerhub (hub8) hält den Kontakt zum PC, aktualisiert die Lampen, liest die Schalter ein und kümmert sich um die Kommunikation mit dem Teletype. Die PC seitige serielle Schnittstelle ist fest auf 38400 Baud eingestellt. Die Serielle Schnittstelle zum Teletype hin kann vom Anwender auf alle gänigen Baudraten von 110 - 19,2k baud und 7 bzw. 8 Bit konfiguriert werden. So können auch schnellere Terminals verwendet werden. Die Schnittstelle zur Operator-Console hat zwei syncrone serielle Schnittstellen, eine für Eingabe und eine für Ausgabe. Als Prozessor wird ein ATmega128 von Atmel verwendet. Die Firmware ist in C geschrieben und wie der ganze Rest natürlich OpenSource.






Der Emulator:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Als Emulator wird der PDP-8 Emulator von Douglas W. Jones verwendet. Der Emulator ist in C geschrieben. Der Patch besteht aus einer allgemeinen API (Welche einem ermöglicht den hub auch für andere Dinge zu verwenden) die den Hub steuert und einer C-Datei die die Emulatorspezifischen Routinen enthält die dann vom Emulator aufgerufen werden um bestimmte Dinge zu tun. Das ganze läuft etwas holperig, ist aber durchaus benutzbar.






Handbücher:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Das einzige echte an meiner PDP8, vom ASR33 mal abgesehen, sind wohl die Handbücher. Ich habe das pdp8/a minicomputer handbook, welches so eine allgemeines PDP-8 Benutzerhandbuch ist. Und ich habe die pdp8 pocket reference card, welche meiner Meinung nach noch wichtiger ist als das Handbuch selbst, in ihr findet man nämlich sämtliche Assembleropcodes in Oktal, das man sie gleich eintoggeln kann. Um zu verstehen wie Computer arbeiten ist eine pdp-8 nahezu ideal da man im Einzelschrittbetrieb die Wirkung der eingetoggelten Opcodes direkt verfolgen kann.






Download verfügbar:
Alle Schaltpläne, Quelltexte und Board Layouts sind natürlich OpenSource und als Download verfügbar:
http://www.runningserver.com





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