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Der Sparc Ultra1 ist ein Großrechner in einer Pizzaschachtel. Ich habe den Rechner von einem Freund geschenkt bekommen. Der Rechner wurde ursprünglich in einer namenhaften Poliklinik in Berlin eingesetzt. Wenn man sich das Alter (Baujahr ca. 1997) des Rechners vor Augen hält wird einem Klar wie fortschrittlich professionelle Computer damals schon waren. Der Prozessor in der Sparc ist zwar nicht besonders schnell, dafür ist es aber ein 64 Bit Processor mit großzügigen Cache. Aber sehen wir uns die Sparc doch mal genauer an:

Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Die Pizzaschachtel lässt sich, sofern man die beiden Sicherheitsschrauben herausgenommen hat, ohne Werkzeug öffnen. Im unteren Bereich sieht man die Massenspeicher. Das mit Klebeband befestigte SCSI-Kabel ist eine Bastelei von mir die es ermöglicht eine herkömmliche PC-Festplatte in der Sparc zu betreiben (musste sein). Eingebaut ist auch ein CD-Rom Laufwerk. Rechts oben befindet sich das Netzteil und links daneben die Hauptplatine. Auf der Hauptplatine befindet sich links das Ram und daneben der Prozessor. Darüber sind die I/O Karten angeordnet. Das ganze macht im Gegensatz zu dem sonst so üblichen PC-Schrott einen sehr soliden Eindruck. Sun hat sich bei dem Design der Sparc scheinbar nur den besten Kustgriffen bedient.
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Das Ram besteht aus acht 256MB Modulen. Das ergibt 2048MB Arbeitsspeicher insgesammt. Das ist schon eine Menge Holz, wenn man davon ausgeht das es sich um Hardware aus den 90ern handelt. Ich gehe deshalb davon aus das der Rechner als Server lief und deshalb der große Speicher benötigt wurde.
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Als Massenspeicher kommen 12 Festplatten mit einer Größe von je ca. 4 GB zum Einsatz. Die Platten arbeiten in einem Raid-Verbund. Leider ist der Controller in der Sparc kein echter Raid-Controller. In diesem Fall wird die Raid-Funktion per Software bereitgestellt, was allerdings auch sehr gut funktioniert. Das ganze ist sehr imposant, allerdings ist der resultierende Speicherplatz für heutige Verhältnisse eher klein.

Ich habe mich eine Zeit lang mit dem Sparc rumgeschlagen. Aus einer anderen Quelle bekam ich später noch zwei weitere Rechner. Ich habe damals Linux auf den Kisten installiert. Das lief sogar ganz ok. Eine besondere Herausforderung war das Raid zum laufen zu bekommen. Der Controller war leider nur ein normaler SCSI-Controller so das ich Software-Raid benutzen musste. Am Ende hatte ich dann die Root-Partition auf dem Raid und den Rest den man zum booten brauchte auf der internen Platte der Sparc. Ich erinnere mich noch das der ganze Aufbau unglaublich laut gewesen ist. Mein Vater hat das Gerät mal als "Stromfressmaschine" bezeichnet.

Vor einiger Zeit habe ich die Sparc einem heranwachsenden Unix-Nerd geschenkt der daraufhin glücklich mit der Kiste von dannen zog.






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