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Home | Sammlung | Infos | Links | Impressum ==> Museum: Zenith Data Systems ZFE-158-42

Zu Zenith Computern habe ich eine besondere Beziehung. Mein erster eigener Computer war von Zenith es handelte sich dabei um einen Z-248/12. Diesen Computer habe ich dann irgendwann wieder verkauft weil ich auf einen ordentlichen Laptop gespart habe. Heute ärgert mich das sehr, der erste Computer ist schon etwas besonderes. Sowas sollte man schon aufheben. Wie auch immer. Irgendwann ist mir dieser Zenith ZFE-158-42 ins Haus geflattert. Es ist einer der vielen IBM kompatibelen Rechner. An sich nichts besonders. 8-Bit ISA-Bus, Monochrome-Grafik, 360k Floppys. In der Standardausstattung noch nicht einmal eine Festplatte. Bei meinem Zenith wurde netterweise eine Festplatte nachgerüstet.

Der eigentliche Rechner besteht aus zwei ISA-Karten die fast wie normale Karten in eine ISA-Backplane gesteckt werden. Einziger sichtbarer Unterschied ist, das die Karten höher sind und längere Slotbleche haben als normale ISA-Karten. Auf dem Floppy-Controller befindet sich noch ein Video-Adapter. Allerdings habe ich diesen nie zum laufen bekommen. In dem Rechner steckte von Anfang an eine separate Hercules-Karte.

CPU-Karte, Oberseite
CPU-Karte, Unterseite
Video/Floppy Controller, Oberseite
Video/Floppy Controller, Unterseite

Diese alten Rechner haben meist kein Bios-Setup. Man kann also nicht wie bei einem modernen PC in ein Bios-Setup booten und dort Einstellungen verhändern. Das wenige was damals einstellbar war wurde über Jumper gemacht. Aber dennoch hat dieser PC einiges im Rom. Ich bin darüber gestolpert als ich das Rom gebackupt habe. Gleich aufgefallen sind mir die vielen ASCII-Strings. Und tatsächlich es befinden sich umfangreiche Testroutinen im Rom. Um die Tests aufzurufen muss man ein bisschen auf der Tastatur rumhämmern. Bei meinem ersten Zenith war es etwas in Richtung ESC+F1. Das hat auch hier einmal funktioniert. Danach irgendwie nicht mehr.

Wer einen solchen Zenith-PC in seiner Sammlung hat sollte mal ein Blick auf die Entstörkondensatoren im Netzteil werfen. Diese sind bei mir nämlich kürzlich hochgegangen. Wer also dem Stinkstank aus dem Weg gegen will sollte die Kondensatoren schnellstmöglich ersetzen. Es sind diese in klarem aber leicht gelblichen Plastik eingegossenen Metallpapierkondensatoren.




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